{"id":448,"date":"2026-08-02T23:47:46","date_gmt":"2026-08-02T23:47:46","guid":{"rendered":"https:\/\/rainbow80.com\/?p=448"},"modified":"2026-08-02T23:50:59","modified_gmt":"2026-08-02T23:50:59","slug":"pflege-am-limit-wer-kuemmert-sich-um-uns-wenn-wir-alt-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rainbow80.com\/?p=448","title":{"rendered":"Pflege am Limit \u2013 Wer k\u00fcmmert sich um uns, wenn wir alt sind?"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Eine Frage, die uns alle betrifft<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alt werden m\u00f6chten die meisten Menschen. Alt sein dagegen schon deutlich weniger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn mit dem Alter tauchen Fragen auf, die wir im Alltag gerne verdr\u00e4ngen: Was passiert, wenn wir nicht mehr allein einkaufen k\u00f6nnen? Wenn das Duschen zur Gefahr wird? Wenn wir Medikamente vergessen oder nachts nicht mehr wissen, wo wir sind? Und vor allem: Wer wird dann f\u00fcr uns da sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00f6sterreichische Dokumentation \u201ePflege am Limit \u2013 Wie leben wir im Alter?\u201c besch\u00e4ftigt sich genau mit diesen Fragen. Sie zeigt unterschiedliche Formen der Betreuung und macht deutlich, dass Pflege nicht erst dann beginnt, wenn jemand in ein Heim zieht. H\u00e4ufig beginnt sie still und beinahe unbemerkt innerhalb der Familie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der gr\u00f6\u00dfte Pflegedienst des Landes ist die Familie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gro\u00dfer Teil der pflegebed\u00fcrftigen Menschen in \u00d6sterreich wird zu Hause betreut. Meist \u00fcbernehmen Partnerinnen und Partner, T\u00f6chter, S\u00f6hne oder andere nahestehende Personen diese Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was zun\u00e4chst nach famili\u00e4rer Selbstverst\u00e4ndlichkeit klingt, kann schnell zu einer enormen Belastung werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflege bedeutet nicht nur, gelegentlich Essen vorbeizubringen oder beim Einkaufen zu helfen. Je nach Gesundheitszustand kann sie rund um die Uhr notwendig sein. K\u00f6rperpflege, Medikamente, Arzttermine, n\u00e4chtliche Unruhe, b\u00fcrokratische Antr\u00e4ge und die Sorge, etwas falsch zu machen, bestimmen pl\u00f6tzlich den Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Angeh\u00f6rige \u00fcbernehmen diese Verantwortung zus\u00e4tzlich zu ihrem Beruf, ihrer eigenen Familie und ihren pers\u00f6nlichen Verpflichtungen. Freizeit, Erholung und soziale Kontakte werden immer weniger. Aus Unterst\u00fctzung wird eine Aufgabe, die das gesamte Leben ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pflege ist mehr als Versorgung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dokumentation macht deutlich, dass gute Pflege nicht allein aus medizinischen Handgriffen besteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Mensch braucht nicht nur Nahrung, Medikamente und ein sauberes Bett. Er braucht Aufmerksamkeit, Gespr\u00e4che, Sicherheit und das Gef\u00fchl, weiterhin als eigenst\u00e4ndige Pers\u00f6nlichkeit wahrgenommen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch genau daf\u00fcr fehlt h\u00e4ufig die Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Professionelle Pflegekr\u00e4fte m\u00fcssen viele Aufgaben gleichzeitig bew\u00e4ltigen. Sie dokumentieren, organisieren, kontrollieren Medikamente und k\u00fcmmern sich um immer mehr Menschen. Unter solchen Bedingungen wird Pflege leicht zu einer Reihe von T\u00e4tigkeiten, die m\u00f6glichst schnell erledigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che oder kleine gemeinsame Momente bleibt dann kaum Raum. Dabei sind es oft genau diese Momente, die f\u00fcr pflegebed\u00fcrftige Menschen den gr\u00f6\u00dften Unterschied machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zu Hause bleiben \u2013 aber um welchen Preis?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Menschen w\u00fcnschen sich, so lange wie m\u00f6glich in den eigenen vier W\u00e4nden zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist verst\u00e4ndlich. Die eigene Wohnung steht f\u00fcr Vertrautheit, Erinnerungen und Selbstbestimmung. Jeder Gegenstand hat seinen Platz, die Nachbarschaft ist bekannt und der Alltag folgt vertrauten Abl\u00e4ufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Wunsch, zu Hause zu bleiben, funktioniert nur, wenn ausreichend Unterst\u00fctzung vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal reichen mobile Pflegedienste und Hilfe im Haushalt. In anderen F\u00e4llen wird eine Betreuung rund um die Uhr notwendig. Dann m\u00fcssen Familien entscheiden, ob sie die Pflege selbst \u00fcbernehmen, eine Betreuungskraft engagieren oder einen Platz in einer station\u00e4ren Einrichtung suchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine dieser M\u00f6glichkeiten ist automatisch gut oder schlecht. Entscheidend ist, ob sie zur betroffenen Person und zu ihrem tats\u00e4chlichen Pflegebedarf passt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Problematisch wird es, wenn Entscheidungen nicht nach den Bed\u00fcrfnissen der Menschen getroffen werden, sondern ausschlie\u00dflich danach, welche L\u00f6sung gerade verf\u00fcgbar oder bezahlbar ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die 24-Stunden-Betreuung als Zwischenl\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine h\u00e4ufig genutzte M\u00f6glichkeit ist die Betreuung durch eine im Haushalt lebende Betreuungskraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Modell erm\u00f6glicht es vielen \u00e4lteren Menschen, weiterhin zu Hause zu wohnen. Gleichzeitig entlastet es Angeh\u00f6rige und bietet eine regelm\u00e4\u00dfig anwesende Bezugsperson.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch auch dieses System hat seine Schattenseiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Betreuungskr\u00e4fte kommen aus anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Sie verlassen ihre eigenen Familien f\u00fcr mehrere Wochen und \u00fcbernehmen k\u00f6rperlich wie emotional fordernde Aufgaben. Ihre Arbeitszeiten, R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten und tats\u00e4chlichen Belastungen entsprechen dabei nicht immer dem Bild, das der Begriff \u201e24-Stunden-Betreuung\u201c vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Modell funktioniert h\u00e4ufig nur deshalb, weil Betreuung vergleichsweise g\u00fcnstig angeboten wird und ein Teil der Belastung auf Menschen ausgelagert wird, die selbst nur begrenzte Alternativen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit entsteht eine unangenehme Frage: L\u00f6sen wir unser Pflegeproblem tats\u00e4chlich \u2013 oder verschieben wir es lediglich?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Pflegeheim zwischen Sicherheit und Kontrollverlust<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Betreuung zu Hause nicht mehr m\u00f6glich ist, bleibt h\u00e4ufig der Umzug in ein Pflegeheim.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr viele Menschen ist dieser Gedanke mit Angst verbunden. Sie f\u00fcrchten den Verlust ihrer Privatsph\u00e4re, ihrer Gewohnheiten und ihrer Selbstst\u00e4ndigkeit. Auch Angeh\u00f6rige k\u00e4mpfen oft mit Schuldgef\u00fchlen, obwohl sie die Pflege zu Hause l\u00e4ngst nicht mehr bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Heim kann jedoch auch Sicherheit bedeuten. Medizinische Hilfe ist erreichbar, Mahlzeiten werden organisiert und soziale Kontakte sind grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob daraus ein gutes Zuhause wird, h\u00e4ngt stark von den Bedingungen der jeweiligen Einrichtung ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gibt es gen\u00fcgend Personal? Werden individuelle W\u00fcnsche ber\u00fccksichtigt? K\u00f6nnen Bewohnerinnen und Bewohner ihren Tagesablauf mitbestimmen? Gibt es Zeit f\u00fcr Gespr\u00e4che und gemeinsame Aktivit\u00e4ten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein modernes Geb\u00e4ude und ein sch\u00f6n eingerichtetes Zimmer reichen nicht aus. Entscheidend ist, wie viel Menschlichkeit im t\u00e4glichen Betrieb m\u00f6glich bleibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pflegekr\u00e4fte k\u00f6nnen nicht dauerhaft \u00fcber ihre Grenzen gehen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dokumentation zeigt auch, unter welchem Druck professionelle Pflegekr\u00e4fte arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele entscheiden sich f\u00fcr diesen Beruf, weil sie Menschen helfen m\u00f6chten. Doch zwischen Personalmangel, Schichtdiensten, Dokumentationspflichten und k\u00f6rperlicher Anstrengung bleibt von diesem Ideal im Alltag oft nur wenig \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer st\u00e4ndig zu wenig Zeit hat, muss Priorit\u00e4ten setzen. Dann wird zuerst erledigt, was medizinisch notwendig ist. Gespr\u00e4che, Spazierg\u00e4nge oder pers\u00f6nliche Zuwendung werden verschoben \u2013 h\u00e4ufig so lange, bis \u00fcberhaupt keine Zeit mehr daf\u00fcr bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist kein pers\u00f6nliches Versagen der Pflegekr\u00e4fte. Es ist ein strukturelles Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann von Besch\u00e4ftigten nicht dauerhaft verlangen, fehlendes Personal durch zus\u00e4tzliche Anstrengung auszugleichen. Engagement kann ein schlecht ausgestattetes System eine Zeit lang stabilisieren. Auf Dauer f\u00fchrt diese Belastung jedoch zu Ersch\u00f6pfung, Krankenst\u00e4nden und dazu, dass Menschen den Pflegeberuf verlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einsamkeit l\u00e4sst sich nicht mit Medikamenten behandeln<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders wichtiger Punkt ist die soziale Seite des Alterns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflegebed\u00fcrftigkeit bedeutet h\u00e4ufig auch den Verlust bisheriger Kontakte. Freunde sterben, Wege werden beschwerlicher und fr\u00fchere Aktivit\u00e4ten sind nicht mehr m\u00f6glich. Wer die Wohnung kaum noch verlassen kann, erlebt Tage, an denen au\u00dfer einer Betreuungskraft niemand vorbeikommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in Pflegeeinrichtungen kann Einsamkeit entstehen. Man kann von Menschen umgeben sein und sich trotzdem allein f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dagegen hilft keine Tablette.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es braucht Beziehungen, Gespr\u00e4che und das Gef\u00fchl, noch immer Teil der Gesellschaft zu sein. Nachbarschaftsprojekte, Besuchsdienste, generations\u00fcbergreifende Wohnformen und gemeinschaftliche Angebote k\u00f6nnen deshalb ebenso wichtig sein wie medizinische Versorgung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Alternative Wohnformen als Teil der L\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen dem alleinigen Wohnen zu Hause und dem klassischen Pflegeheim gibt es weitere M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betreutes Wohnen verbindet eine eigene Wohnung mit Unterst\u00fctzungsangeboten. Pflege-Wohngemeinschaften erm\u00f6glichen ein gemeinschaftlicheres Leben in kleineren Gruppen. Mehrgenerationenh\u00e4user bringen \u00e4ltere und j\u00fcngere Menschen zusammen. Tageszentren k\u00f6nnen pflegende Angeh\u00f6rige entlasten und gleichzeitig soziale Kontakte erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Modelle l\u00f6sen nicht jedes Problem. Sie zeigen aber, dass Pflege nicht zwangsl\u00e4ufig in starren Kategorien gedacht werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht alle Menschen ben\u00f6tigen dieselbe Form der Unterst\u00fctzung. Manche brauchen vor allem Hilfe im Haushalt, andere medizinische Pflege oder eine sichere Umgebung aufgrund einer Demenzerkrankung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zukunftsf\u00e4higes Pflegesystem m\u00fcsste deshalb flexibler auf unterschiedliche Lebenssituationen reagieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wir m\u00fcssen fr\u00fcher \u00fcber das Alter sprechen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflege wird in vielen Familien erst dann zum Thema, wenn eine Krise eintritt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem Sturz, einem Krankenhausaufenthalt oder einer pl\u00f6tzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes m\u00fcssen innerhalb weniger Tage Entscheidungen getroffen werden. Angeh\u00f6rige suchen unter Zeitdruck nach Pflegediensten, Betreuungskr\u00e4ften oder freien Heimpl\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei w\u00e4re es sinnvoll, fr\u00fcher dar\u00fcber zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie m\u00f6chten wir im Alter leben? W\u00e4re eine kleinere, barrierefreie Wohnung denkbar? Welche Unterst\u00fctzung k\u00f6nnten wir annehmen? Wer darf Entscheidungen treffen, wenn wir es selbst nicht mehr k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Gespr\u00e4che sind unangenehm. Doch sie k\u00f6nnen verhindern, dass sp\u00e4ter ausschlie\u00dflich andere dar\u00fcber bestimmen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Aufgabe f\u00fcr die gesamte Gesellschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentrale Botschaft der Dokumentation lautet: Pflege ist keine private Randfrage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie betrifft nicht nur alte Menschen, einzelne Familien oder Besch\u00e4ftigte im Gesundheitsbereich. Sie betrifft eine Gesellschaft, in der immer mehr Menschen ein hohes Alter erreichen und gleichzeitig famili\u00e4re Netzwerke kleiner werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angeh\u00f6rige k\u00f6nnen professionelle Strukturen nicht vollst\u00e4ndig ersetzen. Pflegekr\u00e4fte k\u00f6nnen fehlende Zeit nicht dauerhaft durch pers\u00f6nliches Engagement ausgleichen. Und \u00e4ltere Menschen d\u00fcrfen nicht auf ihre medizinischen Bed\u00fcrfnisse reduziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es braucht ausreichend Personal, faire Arbeitsbedingungen, leistbare Betreuungsangebote und mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr pflegende Angeh\u00f6rige. Gleichzeitig braucht es neue Wohn- und Gemeinschaftsformen, die Selbstbestimmung auch dann erm\u00f6glichen, wenn ein Mensch Hilfe ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Wie wir pflegen, zeigt, wie wir leben wollen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201ePflege am Limit\u201c ist keine Dokumentation, die einfache Antworten liefert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie zeigt vielmehr, wie eng pers\u00f6nliche Schicksale und gesellschaftliche Strukturen miteinander verbunden sind. Hinter jeder Pflegesituation stehen Menschen: jemand, der Hilfe ben\u00f6tigt, jemand, der Verantwortung \u00fcbernimmt, und h\u00e4ufig jemand, der versucht, trotz Zeitdruck menschliche N\u00e4he zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wer wird uns im Alter pflegen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen uns auch fragen, unter welchen Bedingungen diese Pflege stattfinden soll. Wie viel Selbstbestimmung m\u00f6chten wir bewahren? Wie viel ist uns menschliche Zuwendung wert? Und sind wir bereit, Pflege als gemeinsame Verantwortung zu betrachten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alt werden ist keine Ausnahme. Es ist ein m\u00f6glicher Teil unseres eigenen Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht sollten wir deshalb nicht erst \u00fcber Pflege sprechen, wenn wir selbst auf sie angewiesen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Video:<\/strong> \u201ePflege am Limit \u2013 Wie leben wir im Alter?\u201c von Addendum<br><strong>Kategorie:<\/strong> Alternative Living oder Alternative Working<br><strong>Schlagw\u00f6rter:<\/strong> Pflege, Alter, pflegende Angeh\u00f6rige, Pflegeheim, 24-Stunden-Betreuung, \u00d6sterreich, alternative Wohnformen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Pflege am Limit \u2013 Wie leben wir im Alter? | Doku aus \u00d6sterreich\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qdKfEs4Fvkw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Frage, die uns alle betrifft Alt werden m\u00f6chten die meisten Menschen. 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